Ein Vormittag in der Waldschule

Als erstes erkundeten die Kinder das Waldschulgelände und schnell fand jedes Kind eine Beschäftigung. Ein Kind fand eine Haselnuss und auf seine Nachfrage erklärte ich, dass man sie öffnen und den Kern essen kann. Immer mehr „Katzen“ gesellten sich dazu und jeder versuchte auf seine Weise an die Kerne zu kommen. Andere brachten kleine Fundstücke vom Gelände mit: Schneckenhäuser, kleine Tannenzapfen, besondere Steine, … .

 

Plötzlich gab es einen heftigen Regenschauer und wir flüchteten in unseren Klassenraum. Was gab es da alles zu entdecken! Ausgestopfte Tiere und ein Geweih an den Wänden. In einem Schauschrank präparierte Vögel. Poster über die Entwicklung eines Schmetterlings und von Marienkäfern. Der Fühlschrank war etwas gruselig, man wusste ja vorher nicht was man da anfassen würde. Zum Glück waren es nur Dinge wie Steine, Hölzer, getrocknetes Moos und Tannenzapfen.

 

Als der Regen nachgelassen hatte, wagten wir uns wieder ins Freie. Mit Gummistiefeln und regenfester Kleidung ging es nun in den Wald. Auf unserer Wanderung fanden die Kinder immer neue kleine Wunder der Natur. Sie begeisterten sich für jede Nacktschnecke, jeden Regenwurm und die unzähligen Pilze auf dem Waldboden sowie auf Baumstümpfen. Wir stapften durch Matsch, schlichen im Gänsemarsch durch hohes Gras und liefen ein Stück durch eine kleine Schlucht.

 

Zurück von unserer Abenteuertour gab es dann reichlich Obstsalat, Rohkost und Brote. Mit dem gemeinsamen Aufräumen und Saubermachen war der Vormittag in der Waldschule beendet und es war Zeit zum Aufbruch.

 

Erschöpft von den vielen Eindrücken, dem Herumstreifen im Wald sowie dem Spielen auf dem Waldschulgelände, schliefen einige Kätzchen auf der Rückfahrt zufrieden ein.